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Katzen-Roboter Sehr geehrte Damen und Herren, auch wenn Japan bei Robotik eine Führungsrolle einnimmt, geht es heute nicht um das Land der aufgehenden Sonne, eher um den Untergang des Abendlandes. Denn niemand spricht mehr mit uns. Der Versuch den Stromtarif oder Mobilfunkvertrag zu wechseln, führt meist über die Homepage der entsprechenden Unternehmen. Aber bis man auf so einer Webseite mal eine Telefonnummer findet, vergisst man schnell den Grund des Kontakts. Und ohnehin erwartet einen da sowieso meist eine billige Temu-Siri, die nicht verstehen will worum es geht, oder so programmiert wurde. Warum bloß? Dafür gibt es überall Katzenfenster. Genauer Katerfenster. Sie wissen schon, die komischen kleinen Felder links oder rechts neben der Menüleiste, die aussehen wie eine Sprechblase. Wie bitte? Tschädd heißt das? Von Englisch, unterhalten? Danke für die Aufklärung, wir dachten es käme aus dem Französischen von le chat, daher Katze. Man lernt nie aus. Jetzt, wo das geklärt ist, ergibt das doch direkt mehr Sinn. Helfen tut‘s dem Nutzer aber meist auch nicht viel, eher dem Anbieter. Denn der spart Servicemitarbeiter oder Callcenter, wenn das die Katzen machen, sorry, die Tschädds. Als Konsument wird man an den Katzentisch gesetzt. Da man jetzt als Unternehmen Geld spart, freuts die Eigentümer, also oft die Aktionäre. Wenn Sie also das nächste Mal genervt in der Warteschleife hängen oder mit einem dem Empfinden nach sechsjährigen Legasteniker schreiben, lassen Sie den Katzenjammer und denken Sie doch einfach an den Shareholder Value und KI. Denn die macht das Ganze immer effektiver und günstiger, erstmal wahrscheinlich nur günstiger. Und weil Katzen als Haustiere beliebt sind und um uns vor dem Vereinsamen zu retten, haben immer mehr Menschen auch einen Tschädd zuhause, zum Beispiel den Tschiddippi. Tschäddtschiddippi. Dem kann man Sachen beibringen, der spricht mit Akzent, sogar französischem, oder miaut wenn man möchte. Und überhaupt spart man sich dann menschlichen Kontakt. Niemals gab es so viele verschiedene Kommunikationsmittel wie heute und dennoch spricht niemand mehr miteinander, die Menschen leben aneinander vorbei. Das muss aber nicht so sein. Bis wir bei der SJB das Telefon ausstecken, muss noch viel Wasser den Glehner Bach langfließen. Und weil der eher ein Rinnsal ist, bleiben wir für Sie weiter telefonisch erreichbar. Wenn Sie uns anrufen, erzählen wir Ihnen gerne davon, wieviel große Konzerne gerade mit KI und Chatfenstern sparen. Diese Ersparnis wirkt sich natürlich langfristig auf die Aktienkurse aus, tut es sogar jetzt schon. Denn die Hoffnungen auf Effizienzsteigerungen durch KI stecken in den Bewertungen bei Techaktien schon drin. Woanders aber eben noch nicht, daher muss das im Moment auch nicht unweigerlich eine Blase sein. Darum enthält unser gewohnter Chart mit den spannendsten Fonds aus der Strategie SJB Surplus auch Techwerte. Die blaue Kurve oben, gleich neben dem Katzenfenster.
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